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Autor: miRjana petRicevic

leere

Das oft geneidete Künstlerparadies. Gestern fragte mich ein Mensch, wie ich mit meiner Leere umgehe. Ich schrieb hier bereits, dass die Leere immer wieder Teil meines Lebens ist. Ich wage zu behaupten, eines jeden Lebens eines jeden Menschen, wenn da nicht Konsum und Hyperaktivität wären.  Oder einfach das, was wir gemeinhin den ganz normalen Alltag nennen. Leere. Wie geil, nurweiterlesenleere

resilienz

Ich habe mich wieder gefangen.Es hat gedauert, doch das kenne ich von mir.Ich bin kein Stehaufmännchen, das sofort wieder auf seine Füsse springt.Trotzdem stehe ich immer wieder auf. Aber der Boden hatte dann genug Zeit, mir seine Struktur ins Gesicht zu quetschen. Ich spucke die Erde aus, spüle den Mund, klopfe den Staub von meiner Seele und richte mich auf. So binweiterlesenresilienz

zweiseitig

Die Sache und ihr Gegenteil. Ich glaube nicht an Einseitigkeit.In keiner Form. Es braucht immer die Sache und ihr Gegenteil, um ein Gleichgewicht zu schaffen. Das klingt einfach, offensichtlich, banal. Und doch ist es eine der schwierigsten Baustellen für Menschen. Wenn ich mit Menschen arbeite, dann schaue ich, worauf sie Gewicht geben. Oder wo ihre Gewöhnung ist. Oder wie sie spontan reagieren.Dasweiterlesenzweiseitig

sophie

Ich habe meine innere Sophie zu Grabe getragen. Gestern waren mein Mann und ich in einem typisch französischen Hypermarché. Das ist ein Riesensupermarkt, angesiedelt in Industriegebieten. Dort gibt es alles, von der Unterwäsche über Computer und Haushaltsgeräte zu Lebensmittel etc. Ich brauchte eine Zeitschrift, um Collagenmaterial zu haben, und noch ein paar Malsachen. Die bekomme ich im Stadtzentrum nicht. Selbstweiterlesensophie

realitäten

Realitäten. Ich schrieb bereits, wie gerne ich die Ausgangssperre in Kroatien in unserem neuen Lebensraum verbracht hätte.Jetzt gärtnern zu können, wäre himmlisch.Jetzt an unserem Häuschen zu bauen, wäre wunderbar und würde uns in unserer Lebensplanung weiterbringen.Jetzt einfach draussen sein zu können, wäre ein Traum. Wir sind aber nicht in Kroatien, wir sind in Frankreich.Vénissieux. Vorstadt von Lyon.Bekannt durch Frankreichs Vorstadt-Krawalle.Massenhafteweiterlesenrealitäten

zwecklos sinnvoll

Meine Arbeit ist zwecklos, aber sinnvoll. In meiner Arbeit wachsen Flügel, mit denen niemand fliegen kann.Zwecklose Flügel.Voll mit Sinn. Alles, was ich produziere, braucht kein Mensch.Nur die Freude, sie labt sich dran.Zwecklos, gell? Mein Arbeiten bereichert null verglichen zur Wissenschaft oder Wirtschaft.Dafür bereichert es die Menschen, die mit mir arbeiten.Ja.So ist das. In einer Gesellschaft, in der Mediziner werben, Menschenweiterlesenzwecklos sinnvoll

etwas stirbt

Etwas stirbt. Wir können nicht unser gesamtes Leben auf den Kopf stellen und gleichzeitig an Allem festhalten.An dem, was uns ausmacht. Oder an dem, was wir gewöhnt sind. Etwas stirbt. Vielleicht ist es dieses unterbewusste Wissen, was Menschen davon abhält, in die Veränderung zu gehen…? Etwas stirbt. Und das Gestorbene müssen wir hinter uns lassen.Es ist wie die Schlange, dieweiterlesenetwas stirbt

schwarz

Schwarz ist die Farbe der Sichtbarkeit, wage ich zu sagen.Nicht umsonst sind Wände, Decke und Boden der Theaterbühne schwarz gestrichen. Das Auge des Betrachters ruht.Und mit ihm sein Geist.Und mit ihm sein Körper und sein Gefühl. Er ist da.Einfach präsent.Bereit. Schwarz ist die Farbe meiner Kleider, wenn ich lehre.Und schwarz wünsche ich mir die Kleider meiner Schüler.Warum? Wir schmücken uns gerne.Auchweiterlesenschwarz