teilnehmerstimmen 2019

 

++ Empfehlung ++ Von Herzen ++ Mein Erfahrungsbericht ++

Fast drei Jahre habe ich gebraucht, um mich zum Basiskurs anzumelden. Drei Jahre Zögern. Und das, obwohl ich Mirjana als liebe Freundin persönlich kannte. Obwohl ich schon Einzelstunden mit ihr hatte.

Drei Jahre Zögern, WEIL ich Mirjana persönlich kannte. Sie bei der Arbeit mit einer Gruppe beobachten durfte. Ich mag keine Gruppenkurse mit Anfassen. Zu viele Menschen. Zu nah.

Drei Jahre Zögern, weil Mirjana einfach ist, wie sie ist. Provokativ. Fordernd. Schonungslos. Ausweichen und Flucht unmöglich. Ich wollte nicht tagelang im Widerstand sein und kämpfen.

Drei Jahre Zögern, weil ich Ideen hatte, wie der Kurs laufen würde. Drei Jahre Angst, mich intensiv mit mir selbst zu beschäftigen. Drei Jahre Horrorszenarien in meinem Kopf.

Drei Jahre habe ich mich mit meinem inneren Widerstand beschäftigt. Ihn lange Zeit genährt. „Eigentlich“ hatte ich den Basiskurs erfolgreich vermieden. Er blieb trotzdem in meinem Kopf.

Dann habe ich es gewagt. Mich angemeldet. Fest entschlossen, den Kurs irgendwie zu überleben. Fest entschlossen, für alles offen zu sein. Jede Idee, jeden Widerstand hinter mir zu lassen. Mit einer selbstpersönlichen Vereinbarung, dass ich immer aktiv würde und mutig mitmache, wenn ich Widerstand in mir spüre. Fest entschlossen, mich wirklich zu zeigen und zu schauen, was alles auftaucht.

Mein Fazit nach dem Kurs: Überlebt.

Mirjana ist in der Tat fordernd. Im Positiven. Mit viel Liebe für die Menschen. Sie schafft Räume für jeden. Sie begleitet jeden, der sich darauf einlassen mag, in neue Räume. Ich habe wiederentdeckt, dass Neugierde und neue Erfahrungen Spaß machen; das Ungewisse und Spielerische zu schätzen. Selbst die Nähe zu Menschen empfand ich inspirierend und bereichernd. Jeder blieb bei sich und trotzdem waren alle für jeden da. Im Miteinander ist viel entstanden. ICH finde neue Räume. Ich lebe. Wie ich bin.

Der Basiskurs: eine echte Herzensempfehlung. Auch an alle Angsthasen und Gegenbeispielsortierer.

 

Silke


 

Auf der Suche nach dem Mehr wurde mir Mirjana Petricevic auf den News Feed gespült.

Hingeguckt und reingelesen: präzise, kreativ, blitzgescheit
Like!Like!Like!
Gebucht: Basiskurs im Kloster Schöntal

Wunsch: Selbstausdruck
Erwartung: diffus
Erfahrung: ungewöhnlich, lebendig, intensiv, wahrhaftig

Ich hatte zu tun. Mit mir. Und dem Raum hinter dem Raum, einer beeindruckenden Erfahrung, die nur möglich war, weil sich Mirjana in ihrer Liebe zu den Menschen ganz schenkt und damit Sicherheit gibt beim Experimentieren, Grenzen ausloten und überschreiten. Wer sich darauf einlassen kann, übt Problemsensitivität, Flexibilität, Ideenflüssigkeit und Originalität – alles Bestandteile lebendiger Kreativität, die ihren Ausdruck in Kunst finden kann, aber vorallem im Fühlen und sich Öffnen für Möglichkeiten, die das Leben uns bietet.

Fazit: Tun, alltäglich, dringlich!

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Katja


Die einzelnen Elemente des Basiskurses „Sinne und Stimme“ (Stimme, Körper, Ausdruck) waren mir nicht fremd – völlig neu hingegen war für mich die absolute Zugewandtheit und Präsenz von Mirjana als Leiterin. Für jedeN einzelneN. Und damit auch für mich.

Mit liebevoller Konsequenz führt sie Menschen an ihre Grenzen, lässt sie erfahren, wo diese Grenzen sind, und lädt dann ein, einen Schritt weiter zu gehen. Als Möglichkeit, die sie in und für diesen Menschen wahrnimmt.

Ich selbst bin nicht bis ganz an meine Grenzen gegangen (noch nicht?). Im Basiskurs akzeptiert Mirjana das. Was sie dagegen immer einfordert ist Ehrlichkeit und Präzision – in der Wahrnehmung, in der Benennung, im Ausdruck – mit sich selbst und in der Interaktion mit anderen.

Es gibt kein Falsch, kein Schlecht, kein zu… irgendwas. Mirjana sieht immer das Potential für ein Ganzes, sieht mich als ganzen Menschen, auch wenn gerade nur bestimmte Anteile an der Oberfläche agieren.

Das fühlt sich manchmal bedrohlich an, weil ich es auch weiß: dass da viel mehr von mir vorhanden ist, als ich normalerweise sichtbar werden lasse, ins Handeln kommen lasse. Mirjana stellt sich zur Verfügung, als Geburtshelferin, mit vollem körperlichen Einsatz und mit allen Mitteln, die sie aus ihrer reichen Erfahrung mit Stimme, Körper und Theater schöpft.

Es ist Mirjanas bedingungsloser Einsatz für mich als Einzelperson und für die Gruppe als Ganzes, der mich tief berührt, ihre Klarheit als Leiterin, und ihre Unmittelbarkeit als Mensch.

Mit ihr habe ich zum ersten Mal erlebt, dass es tatsächlich eine Balance geben kann zwischen Innen wahrnehmen und nach außen auszudrücken, zwischen fördern – in meinem Sein liebevoll gehalten werden – und fordern – mich an eine meiner Selbst-Begrenzungen zu begeben, und dort den nächsten Schritt zu setzen.

Eva


Liebe Mirjana,

gekommen vom Planeten des “Nicht-Mensch” seins, habe ich etwas erlebt und gespürt, dass ich so  noch nicht kannte. Ich muss gestehen, es dauerte einige Zeit während des Kurses, bis ich in etwa einordnen konnte, was hier mit mir passiert – dann hat es in mir gezündet, gekribbelt und ich war gelandet am Planeten Mensch.

Nun möchte ich weitermachen und meine ersten Schritte in dieser – für mich – neuen Welt beschreiten.

Ich danke Dir und den anderen Teilnehmern für dieses Erlebnis und die Gespräche.
Ich bin noch immer tief berührt wenn ich an euch denke!

Alexander


Ich war mit hohen Erwartungen dorthin unterwegs, da ich schon einiges über diesen Kurs und über Mirjanas Konsequenz, mit der sie Klarheit fordert, gehört hatte. Und meine Erwartungen wurden völlig übertroffen.

Mirjana sieht und hört alles, ist der ganzen Gruppe und jedem einzelnen völlig zugewandt, es entgeht ihr nichts. Alles darf, alles muss gesagt werden, Ausflüchte gibt es nicht, Schwammigkeit kommt nicht in Frage. Sie fordert Klarheit und Ehrlichkeit. Alles durfte kommen und wurde liebevoll aufgenommen. Es gab keine Wertung, kein falsch. Das war für mich sehr entlastend, denn so kannte ich es nicht. Ich brauchte mich nicht zu verstecken.

Mirjana führt an die Grenzen, sie bietet an, diese Grenze zu übersteigen – und sie lässt dich, wenn du noch nicht dazu in der Lage bist.

Im Rückblick muss ich sagen, dass ich doch verhaltener war, als ich dachte, dass ich sein werde. Es fühlte sich wohl dort nicht so an. Und trotzdem hat sich für mich so viel verändert, habe ich so viel Gewinn aus diesem Seminar ziehen können.

Endlich kann ich Traurigkeit zulassen und spüren – über einen schweren Verlust, den ich vor 7 Jahren erlitten habe (Anm. Gabriele erlitt einen Hörsturz und ist seither gehörlos, sie trägt Cochlea – Implantate) – ich habe wieder Stimme, die mich anfangs richtig erschreckt hat. Ich spüre eine Weite in mir, ein Potenzial, das ich mir nicht erträumt hätte.

Ich konnte nicht singen, konnte es nie – Erbe meiner Kindheit. Mirjana führte mich dahin, dass ich mit kindlicher Lust sang und auch jetzt noch singe. Musik ist wieder in mein Leben gekommen.

Diese vier gemeinsamen Tage gehören für mich zu den Perlen in meinem Leben. Ich fand mich wieder.

Gabriele


Liebe Mirjana,

was habe ich in meinem Leben nicht schon für verrückte Kurse gemacht. Immer auf der Suche nach mir und einem tieferen Sinn meines Daseins.

Dein Basiskurs kam genau zum richtigen Zeitpunkt.
Nicht zu früh und nicht zu spät.

Es war mein erster Kurs, in dem ich regelrecht in meinen Körper katapultiert wurde. In dem ich lernte, meinen Körper wahr zu nehmen. Mich zu fühlen. Zu erkennen, was mein Körper alles ausdrückt. Auf Kleinigkeiten zu achten und zu spüren, was eine Wahrnehmung im Außen mit mir macht. Was ich daraus mache.

Ich dachte immer (ich dachte im allgemeinen sehr viel….), dass ich schmerzunempfindlich sei. Aber das stimmt nicht. Ich habe den Schmerz viel eher ignoriert. Wollte ihn nicht spüren.

Durch dich habe ich gelernt körperlichen Schmerz anzunehmen, mich ihm hinzugeben und dadurch durch ihn hindurch gehen zu können.

Ich fühle mich wie befreit, geöffnet und zugleich ganz geerdet.
Es fließt wieder. Endlich.

Mirjana, dein Kurs ist ein Geschenk für jeden Teilnehmer, der den Mut aufbringt, zu dir zu kommen. Du bist ein Geschenk für diese Welt.

Ich habe bisher keine Frau erlebt, die so klar, direkt, ehrlich und schonungslos ist wie du. Und die zugleich so voller Kraft, Schönheit und Liebe für andere Menschen ist.
Durch dich habe ich wieder Lust auf Gruppen bekommen.

Durch dich und deine Führung konnte ich mich voller Vertrauen fallen lassen und bin reich beschenkt worden.
Danke von Herzen.
Danke für alles.

Sylvia


Wahrnehmung bedeutet, etwas mit den Sinnen zu erfassen und zu verstehen. Ich hab ja schon einige Kurse / Seminare / Ausbildungen gemacht… Und alle sind sie gut…

Allein, im letzten Jahr hab ich für mich erkannt, dass ohne mein Körperbewusstsein deren Inhalt und Weisheit nicht wirklich an meinem System andocken können; und somit auch weniger wirken, als möglich sein könnte.

Begonnen hab ich mit Posturaler Integration und am letzten Wochenende in Stollhof auf der hohen Wand hat sich dann bei Mirjanas Kurs mein Körper an seine auch guten, fröhlichen Kinderzeiten erinnert… nämlich die des Singens, Spielens, Tanzens…

Und das war so eine große Freude, dass ich mich zu sagen getraue, da ist was Wunderbares in mir passiert…
Das Sonnenkind hat sich getraut, sich wieder zu zeigen… Und das ist wahrlich eine Begeisterung! Endlich…
Und deshalb: wer sich berührt fühlt – hingehen – hinfahren…

Mirjana hat ihre ganz eigene Art und Weise, diesen Teil in uns zu sehen, zu erwecken und zu seiner ureigenen Kreativität zu verlocken.

Danke dafür, liebste Schwester – und danke an diese großartige Gruppe…. Als Aufstellerin und Schamanin weiß ich ja – es treffen sich immer die Richtigen zur richtigen Zeit am richtigen Ort!

Michaela


Der Beginn einer Reise wieder zurück in meinen Körper

Ja, mein Körper und ich haben im Laufe meiner bereits über 34 Jahre andauernden Krankheitsgeschichte schon viel gemeinsam erlebt: von mehrfachen Operationen und medizinischen Eingriffen (Dialyse, Nierentransplantationen, Biopsien, …) bis zu Übergriffen von Menschen. Mit meinem Körper verbinde ich Schmerzen und Verletzungen, Fehlfunktionen und Unwohlsein, Müdigkeit und Schwäche, eingeschränkte Bewegungen und Anspannungen, Narben und Veränderungen – die mir alle nicht gefallen.

Seitdem ich als Kind darauf trainiert wurde, dass jede Veränderung im Körper ein Alarmzeichen sein könnte, veränderte sich auch meine Körperwahrnehmung und mein Körpergefühl. Ich spürte meinen Körper in der Vergangenheit oft nur dann, wenn etwas nicht stimmte. Und dann stellte ich mir sofort die Fragen: „Was habe ich wieder falsch gemacht? Was muss ich tun, damit es weggeht?…“.

Das waren jene Zeiten, in denen ich lernte mich von meinem Körper zu entkoppeln. Ich lernte meinen Körper zu ignorieren. Mein Körper war mir am liebsten, wenn ich ihn gar nicht erst spürte. So konnte ich die Krankheitsauswirkungen verdrängen, bis sich wieder Schmerzen oder neue Symptome einstellten. Mit Meditationen und Körperübungen konnte ich lange Zeit nichts anfangen, wenn ich aufgefordert wurde, in meinem Körper anzukommen und mich dort wohl zu fühlen. Ich wollte mich nicht in meinen Körper hinein fühlen, denn dort zwickte und zwackte es immer.

Warum Veronika? – Tu dir selber gut

Als ich mit der Grinberg-Gruppe von Veronika Fiegl begann, beneidete ich Menschen, die ungezwungen und sich mit Freude zu Musik bewegten. Menschen, die noch Vertrauen in ihren Körper haben: dass er Krankheit und Schmerz wieder heilen kann, deren Körper weiß, was zu tun ist und das richtige tut; deren Körper die Kraft hat, wieder zu heilen…

Die Gruppe hieß „Tu dir selber gut“. – Wie passend für mich, denn genau das wusste ich eigentlich gar nicht mehr. Mein Vertrauen und mein Verhältnis zu meinem Körper war im Laufe meiner Krankheitsgeschichte immer mehr von Zweifeln angeknappert und geschmälert worden. Ständig poppten neue Baustellen in meinem Körper auf, neue Nebenerscheinungen und Folgen meiner zahlreichen Medikamente und medizinischen Eingriffe. Ich wollte mich auch wieder geborgen in meinem Körper fühlen.

Und dann saß da Veronika vor der Gruppe und übernahm in Übungen immer wieder die Rolle einer Fürsprecherin für meinen Körper – wertschätzend, aufmerksam und mit einem Vertrauen in meinen Körper.

Sie erklärte uns, dass unsere Körper schon wissen, was sie tun und schon genial sind. Sie zeigte uns, dass alle Zweifel, Emotionen und Ängste zu aller erst einmal sein dürfen. In unseren Körpern spürbar und lebendig sein dürfen. Durch unsere Körper hindurch fließen. Ohne gleich bewertet und unterdrückt zu werden. Ohne vor ihnen gleich zu flüchten. Denn es geht immer um das fließen lassen der Emotionen, damit sie nicht im Körper drinnen bleiben und sich im Körper festsetzen und zu Verspannungen, Schmerzen o.a. Symptomen führen. Langsam dämmerte mir ein Zusammenhang…

Auch wenn wir uns in Emotionen und Themen vorwagten, die eigentlich gar nicht so leicht zu verdauen sind, verstand Veronika immer das Gleichgewicht zwischen geschütztem Raum und humorvolle Leichtigkeit in der Gruppe auszubalancieren. 

Sie führte uns bei ihren Übungen in Körperzonen und Körperregionen, die ich zwar hatte, aber nicht wirklich verorten konnte oder wissentlich bisher benutzt hatte. Wir rüttelten mit Grimassen, Bewegungen und tiefen Atemübungen wieder unsere Körper wach. Veronika zeigte uns, dass man alte Körperhaltungen und Emotionen, die einem nicht gut getan haben, wieder loslassen kann. Man kann es ändern. Und Schmerz kann ein gute Erinnerung sein, etwas jetzt zu ändern.

Warum Mirjana? – Stimme und Sinne

Gleich bei meiner ersten Begegnung mit Mirjana Petricevic bemerkte ich, dass sie vollkommen in ihrem Körper lebt – für meine Begriffe ein Körpermensch und authentisch ist. Das bemerkte ich an ihrer Art zu gehen und zu stehen, an ihrer Körperhaltung, ihre Arme und Hände beim Reden zu bewegen, wie ihr Körper gebaut und geformt ist, ihren so zahlreichen Gesichtsausdrücken, ihren strahlenden Augen, und vor allem an ihrer Stimme.

Ich mag körperliche Menschen, wenn sie nicht grenzüberschreitend sind. Mirjana gelingt die richtige Dosis an fordernd sein und sich dann wieder zurücknehmen. Sie weckte meine schlummernden Dämonen in mir und ließ meinen inneren Löwen brüllen. Ich hörte diese tiefe, kräftige Stimme aus meinem tiefsten Inneren selbst das erste Mal – und ich schreckte davor etwas zurück. Mein Löwe traute sich nicht ganz frei loszuspringen, und ich war danach etwas frustriert. Aber Mirjana lässt einem die freie Entscheidung, ob man weiter geht – oder eben nicht.

Mirjana arbeitet viel mit dem Körper und Berührung: Plötzlich meine Knochen und mein Skelett zu spüren, ist sehr spannend. Den Schmerz zu suchen, in den Schmerz hineinzugehen und den Schmerz eben nicht zu vermeiden sondern sogar willkommen zu heißen – ist für einen Angsthasen und Schmerzvermeiderin wie mich eine ganz schöne Herausforderung. Ich verstehe langsam den Schmerz als Chance zu sehen. Und ich lernte, dass ich mich bisher nicht richtig in meinem Körper entspannen konnte.

Mir persönlich machte vor allem der künstlerische Zugang von Mirjana zu Stimme und Theater viel Freude. Mit Tönen den ganzen Körper und eine ganze Gruppe zum gemeinsamen Vibrieren zu bringen, ist wunderschön und berührend. Sich selbst in einer Theaterperformance vor der Gruppe auszuprobieren und ein besseres Verständnis für meinen Körperausdruck zu bekommen, schenkte mir neue Sichtweisen und Körpererfahrungen.

Warum es sich lohnt mit dem eigenen Körper zu arbeiten und ihn besser kennenzulernen?

Ich habe jahrzehntelang versucht, vieles nur über meinen Kopf zu verstehen und Probleme nur mit Nachdenken und Kopfzerbrechen zu lösen. Ich be-greife und erahne jetzt langsam, dass ich ein anderes Bewusstsein – eine andere Wahrnehmung – über meinen Körper bekomme. Ich spüre nicht nur meinen Körper anders, sondern ich nehme durch und mit meinem Körper auch meine Umwelt anders wahr. Ich fühle über meinen Körper meine Umgebung und Räume anders. Das war an den ersten Tagen nach Mirjanas Kurs zurück in der Großstadt eine richtige Reizüberflutung an Empfindungen – wie inmitten eines aufgeschreckten Wespenschwarms. Mir war das zu viel und es warf mich richtig um. Ich bekam Angst.

Aber ich möchte auch nicht mehr zurück in einen tauben und gefühllosen Körper. Ich möchte mich und mein Leben richtig spüren. Ich möchte mich mit meinem Körper anders bewegen – denn in einem anderen Spüren des Körpers bewegt man sich auch anders in Räumen. Ich konnte das bis jetzt nur von außen bei anderen Menschen beobachten und versuchen es von außen zu kopieren. Aber das funktioniert nicht. Man muss von innen heraus den Körper wachrütteln und ihn anfangen zu spüren, damit andere Bewegungen und Laute von innen heraus entstehen können…

Meine Reise ist noch nicht zu Ende. Ich bin noch nicht an meinem Ziel. Aber es ist ein spannender Weg mit vielen Entdeckungen am Wegesrand. Und ich werde ihn weiter gehen.

Besonders als Patientin finde ich es wichtig, immer wieder zurück in meine persönliche Körperwahrnehmung zu finden. Denn die Ärzte nehmen unseren Körper nur von außen wahr und sehen ihn als eine Ansammlung von Muskeln und Knochen, Organen und Mikroorganismen… Sie regulieren dieses Gefäß von außen anhand von Befunden und Untersuchungen. Geht der Körper kaputt, fügen sie etwas hinzu oder nehmen etwas weg. Mein me¬dizinischer Körper ist ein anderer als mein gelebter Körperraum.

Nehme ich nur meinen medizinischen Körper wahr und verharre in Bewegungslosigkeit, dann verliere ich mein inneres Selbst. Freude und intensive Gefühle mit und vor allem in meinem eigenen Körper zu spüren, sind für mich mittlerweile Voraussetzung zum (Über-) Leben. Wieder Freude an der Bewegung und Freude an meinem Körper ermöglichen mir auch wieder Kreativität. Körperlicher Ausdruck und mit dem Körper spielen, gehören für mich zum Leben dazu. Ich erkenne mich Selbst dabei wieder.

P.S.: Während ich diesen Text hier geschrieben habe, stehe ich immer wieder auf und massiere stöhnend meine schmerzenden Fußsohlen auf meinen neuen Tennisbällen (*kleiner Insider aus Mirjanas Seminar*).

Text und Bild: © Ursula Charwat